6. Mit der Angst arbeiten

Die Klientin berichtet von ersten Erfolgen, aber auch von Situationen, in denen sie wieder zweifelt. Es zeigt sich eine neue Facette: Es gibt noch eine andere Angst, die sie immer wieder unsicher sein lässt, nämlich die Angst, zu versagen.

Durch die Methode der Externalisierung geben wir dieser Angst eine Gestalt, einen Namen und eine Stimme. Die Angst ist nun nicht mehr 'in' ihr und fest mit ihr verwoben, sondern sitzt ihr quasi gegenüber. Diese Distanz hilft dabei herauszuarbeiten, was die Angst ihr eigentlich sagen will und wovor sie meine Klientin zu schützen versucht. Gemeinsam entwickeln wir eine Strategie, mit der Angst umzugehen, um in Momenten der gefühlten Hilflosigkeit wieder die Kontrolle zu gewinnen und sich handlungsfähig zu fühlen.

Das Ergebnis

Nach einem längeren Abstand von vier Wochen sehen wir uns wieder und die Klientin berichtet von einer spürbaren Veränderung: Sie ist sicherer im Alltag, empfindet mehr Zufriedenheit und wieder echte Freude. In einem Abschlusstermin reflektieren wir ihre Erfolge und machen ihre Ressourcen noch bewusster nutzbar. Sogar als sie sich ein halbes Jahr später wegen einer neuen, verunsichernden Situation meldet, reicht eine einzige Sitzung aus. Sie merkt: Herausforderungen kommen immer wieder, aber sie findet nun viel schneller und leichter aus eigener Kraft in ihre Balance zurück. Sie meldet auch zurück, dass ihr 'Kraft-Bild' und der erarbeitete Leitsatz aus dem ersten Gespräch ihr dabei nach wie vor sehr hilfreich sind.

Ihr eigener Weg

Dieses Fallbeispiel soll die systemische Arbeitsweise für Sie greifbar machen. Bitte bedenken Sie jedoch: Jeder Coaching-Prozess ist so individuell wie der Mensch, der ihn geht. Haben Sie Fragen zu meiner Arbeitsweise oder möchten Sie in Ruhe klären, ob Ihr Anliegen bei mir richtig aufgehoben ist? Schreiben Sie mir gerne eine Nachricht oder vereinbaren Sie direkt einen Termin für ein kurzes, unverbindliches Telefonat.